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Digitale Souveränität & EU-Beschaffung

Souveräne KI, die das Vergabe-Tor besteht — nicht nur die Demo.

AIonicOS ist eine Single-Tenant-KI-Plattform, die ausschließlich in der EU betrieben wird — ausgerichtet an BSI C5, den BSI-C3A-Kriterien und dem EU Data Act. Für Behörden, regulierte Branchen und souveränitätsbewussten Mittelstand, deren Beschaffung Souveränität als gewichtetes Kriterium prüft.

Die Beschaffungsrealität 2026: Souveränität ist ein bewertetes Kriterium, kein Wunsch

Souveränität wird messbar. Mit den im April 2026 veröffentlichten BSI-C3A-Kriterien (Criteria enabling Cloud Computing Autonomy) lässt sich Cloud-Souveränität erstmals objektiv über sechs Domänen bewerten — von strategischer und rechtlicher bis zu technologischer Autonomie. C3A ist ein freiwilliger BSI-Bewertungsrahmen, kein Zertifikat, und baut auf der etablierten, auditierten BSI-C5-Basis sowie dem EU Cloud Sovereignty Framework auf. Vergabestellen übersetzen genau diese Domänen zunehmend in gewichtete Zuschlagskriterien.

Das Regelwerk gilt bereits. Der EU Data Act ist seit dem 12. September 2025 anwendbar — mit den Wechsel- und Portabilitätsrechten aus Kapitel VI: maximal zwei Monate Kündigungsfrist, Pflicht zur Beseitigung von Wechselhürden, Verbot von Wechselgebühren ab Januar 2027. Aus dem EU AI Act gelten GPAI-, Governance- und Transparenzpflichten bereits seit dem 2. August 2025. Vendor Lock-in ist damit kein kommerzielles Detail mehr, sondern ein regulatorisches Risiko, das in der Eignungsprüfung sichtbar wird.

Das Kernrisiko hat einen Namen. Das BSI führt „Cyber Dominance“ als eigene Bedrohungskategorie: die Fähigkeit marktbeherrschender Anbieter, dauerhaften Zugriff auf Kundensysteme und -daten zu behalten. Hinzu kommt die Drittstaaten-Zugriffslage: Der US CLOUD Act folgt der Kontrolle über den Anbieter, nicht dem Speicherort — ein EU-Rechenzentrum allein beseitigt die Exposition nicht. EDPB und EDPS halten fest, dass dem EU-Recht unterliegende Anbieter solche Herausgabeverlangen nicht rechtmäßig erfüllen können. Souveränität entscheidet sich an der Architektur, nicht an der Landkarte.

Sechs Souveränitäts-Dimensionen — und wie AIonicOS sie technisch erfüllt

Jede Zeile spiegelt eine Domäne wider, die Vergabestellen und CISOs prüfen. Links die Beschaffungsanforderung, rechts der konkrete AIonicOS-Mechanismus — prüfbar, nicht behauptet.

Datenresidenz & Inferenz in der EU
Alle Daten und jede Modellinferenz müssen physisch in der EU/Deutschland liegen und ausgeführt werden — at rest, in transit und während der Inferenz (DSGVO Art. 44–49, BSI C5, Schrems II).
Single-Tenant-Architektur: der vollständige Stack wird pro Kunde auf einem dedizierten EU-Host betrieben, mit eigener isolierter Postgres/Apache-AGE, Qdrant, Valkey und SeaweedFS — kein geteilter Datenpfad. Die Residency-Gate (`residency.py`) erzwingt unter `data_residency=eu` eine strikte Provider-Allow-List samt vollständig-EU-Pfad (Mistral FR + selbstgehostetes Ollama); eine Per-Modell-Sperrliste fängt nicht abgedeckte Modelle ab.
Betriebsautonomie & Schutz vor Drittstaaten-Zugriff
Kein Anbieter-Betreiber, Hyperscaler oder Drittstaat darf ohne Ihre Autorisierung Zugriff erlangen oder Herausgabe erzwingen — das System darf kein stilles Operator-Override zulassen (CLOUD Act / FISA 702, BSI „Cyber Dominance“).
Fail-closed-Residency-Gate, durchgesetzt bei Preflight (HTTP 409 vor jeder Ausgabe) und zur Laufzeit (`DataResidencyViolation`) — ohne Operator-Bypass: `?preflight=skip` kann Residency-FATALs nicht umgehen, jeder Skip wird auditiert. Der dedizierte Host bietet keine anbieterseitige Control Plane zum Vorladen; der vollständig-EU-Modellpfad entfernt jeden CLOUD-Act-Nexus für die Inferenz. Modelle chinesischer Jurisdiktion sind unter `eu` hart blockiert.
Exit & Portabilität (EU Data Act Kap. VI)
Voller Daten- und Workflow-Export sowie ein vertraglich und technisch gestützter Exit-Pfad — kein Vendor Lock-in (EU Data Act, Wechsel- und Portabilitätsrechte).
Workflows sind deklarative, menschenlesbare YAML-DAG-Vorlagen — portierbare, prüfbare Artefakte im Besitz des Kunden, keine undurchsichtige Anbieter-Konfiguration. Daten liegen in offenen, exportierbaren Stores (PostgreSQL/Apache-AGE, Qdrant, Valkey, SeaweedFS); Artefakte sind über stabile `/api/v1/artifacts/<wf>/<label>`-JSON-Endpunkte adressierbar. Multi-Provider-Routing (LiteLLM) verhindert Modell-Lock-in; die gesamte Plattform ist das dedizierte Deployment des Kunden (git pull + docker compose).
Transparenz & Auditierbarkeit
Jede KI-Aktion, jeder Modellaufruf, jede Kosten- und Policy-Entscheidung muss als belastbare Nachweisspur protokolliert und abfragbar sein — geeignet für die Aufzeichnungspflichten des EU AI Act (Art. 12) und die DSGVO-Rechenschaftspflicht (Art. 5 Abs. 2).
SQL-abfragbares `notification_log` erfasst jedes Governance-Ereignis mit strukturierten Kategorien (Residency-Block, Laufzeit-Verstoß, Skip-Veto, MCP-Connector). Ein Kosten-Ledger schreibt jeden LLM-Aufruf nach `llm_cost_events` (Modell, Kosten in EUR, Latenz); Temporal liefert vollständiges Event-Replay; Prometheus-Counter exponieren die Durchsetzungsmetriken. Langfuse, Temporal-UI und Grafana sind vorverdrahtet.
Modell- & Lieferketten-Kontrolle
Der Käufer muss steuern, welche Modelle und Provider seine Daten verarbeiten — mit dokumentierter EU-Allow-List und Pfad zu einer vollständig-EU/selbstgehosteten Lieferkette ohne Drittstaaten-Abhängigkeit (BSI C3A, NIS2-Lieferantenrisiko).
Multi-LLM-Routing über mehrere Provider mit erzwungener EU-Allow-List unter `eu` und einem vollständig-EU-Pfad (Mistral FR managed + selbstgehostetes Ollama auf dem Kunden-Host). Neue Modell-IDs werden gegen offizielle Provider-Dokumentation verifiziert und vor Nutzung registriert — keine halluzinierten Endpunkte. Eine Per-Modell-Sperrliste fängt von Regional Processing nicht abgedeckte Modelle ab; Managed Failover hält Verfügbarkeit, ohne Residency zu verletzen.
Abwehr KI-spezifischer Angriffe
Das System muss KI-spezifische Bedrohungen erkennen und melden — Prompt Injection, Jailbreaks, Datenexfiltration über Outputs, Tool-Missbrauch, Package-Halluzination (OWASP GenAI Top-10, EU AI Act Art. 15 Robustheit, BSI).
PromptGuard, eine Defense-in-Depth-Architektur (sieben Schichten live), erkennt und markiert über eine typisierte Middleware: Input-Scanner, Injection-Klassifizierer, Output-Rogue-String-Detektor, Package-Halluzinations-Validator (PyPI/npm-Abgleich) und Egress-Sanitiser, ergänzt um Memory-Write-Quarantäne und SHA256-Integritätsprüfung der MCP-Tool-Beschreibungen. Eine kontinuierliche Garak-Red-Team-CI prüft die Wirksamkeit. Ehrliche Einordnung: mehrere Phasen laufen aktuell im Observe-only-Modus (erkennen/melden); die Kennzahlen stammen aus internen Benchmarks.

Warum das in der Eignungsprüfung trägt

Single-Tenant statt geteilter SaaS

Der vollständige Stack wird pro Kunde auf einem dedizierten EU-Host betrieben — eigene Postgres, eigene Vektor- und Cache-Schicht, eigener Objektspeicher. Es gibt keine geteilte Datenebene, die ein Drittstaat vorladen oder ein Betreiber stillschweigend überschreiben könnte.

Fail-closed Residency — ohne Operator-Bypass

Verstöße scheitern bei Preflight (HTTP 409, vor jeder Ausgabe) und zur Laufzeit. `?preflight=skip` kann Residency-FATALs technisch nicht umgehen, und jeder Skip-Versuch wird auditiert. Der vollständig-EU-Modellpfad (Mistral FR + Ollama) entfernt jeden US-CLOUD-Act-Nexus für die Inferenz — prüfbar per Audit-Log.

Audit-Ledger als AI-Act-Art.-12-Nachweis

Jeder LLM-Aufruf erzeugt eine Kostenzeile in EUR, jedes Governance-Ereignis eine strukturierte Zeile im `notification_log`, jeder Workflow ein vollständiges Temporal-Event-Replay. Das liefert die durchgängige, SQL-abfragbare Nachweisspur, die Aufzeichnungspflichten und DSGVO-Rechenschaft verlangen.

Souveräne KI ist deutsche Beschaffungsrealität

Initiativen wie ZenDiS mit der Open-Source-Suite openDesk, die Deutsche Verwaltungscloud-Strategie und Gaia-X treiben den Markt. Berichtet wird zudem, dass ein deutsches Telekom-/SAP-Konsortium für eine souveräne KI-Plattform des Bundes (Deutschland-Stack, kolportiert rund 250 Mio. €) erstrangig platziert wurde. AIonicOS ist auf genau diese Souveränitätslinie ausgerichtet — als Plattform, die Sie selbst kontrollieren.

Häufige Fragen aus Beschaffung und IT-Sicherheit

Wo werden meine Daten verarbeitet und gespeichert?

AIonicOS wird ausschließlich in zertifizierten Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union betrieben. Ihr Mandant läuft auf dedizierten Ressourcen (Single-Tenant), und Daten verlassen den vereinbarten EU-Rechtsraum zu keinem Zeitpunkt – auch nicht für Backups oder Telemetrie.

Hat startvisor.AI oder ein Drittanbieter Zugriff auf unsere Inhalte und Modelleingaben?

Nein. Im Single-Tenant-Betrieb sind Modellinferenz und Datenpipelines vollständig mandantenisoliert. startvisor.AI-Betriebspersonal erhält nur zeitlich begrenzten, protokollierten Break-Glass-Zugriff für Incident-Response – niemals routinemäßig und niemals für KI-Training.

Wie stellen wir sicher, dass wir den Anbieter wechseln oder die Plattform migrieren können (Exit-Strategie)?

AIonicOS exportiert alle Workflow-Definitionen, Modellartefakte und Betriebsdaten in offenen Standardformaten (YAML, JSON, OCI-Images). Ein dokumentierter Exit-Plan mit definierten Datenportabilitäts-SLAs ist Teil jedes Enterprise-Vertrags. Damit erfüllen wir die Anforderungen des EU Data Act an Wechsel- und Portierbarkeitsrechte.

Wie unterstützt AIonicOS die Anforderungen des EU AI Act – insbesondere für Hochrisiko-Anwendungen?

AIonicOS ist auf die Anforderungen des EU AI Act ausgerichtet: eingebettetes Human-in-the-Loop-Design, unveränderliche Audit-Logs, Erklärbarkeitsmodule und Risikoklassifizierungs-Workflows. Wir erbringen keine Konformitätszertifizierung für Ihre spezifische Anwendung – das obliegt Ihnen als Betreiber – stellen aber die technischen Voraussetzungen für eine strukturierte Konformitätsdokumentation bereit.

Welche Zertifizierungen und Nachweise kann startvisor.AI für ein Vergabeverfahren vorweisen?

Unsere Betriebsinfrastruktur nutzt ISO-27001-zertifizierte Rechenzentren. AIonicOS selbst befindet sich auf dem Weg zur eigenen Zertifizierung; aktuelle Nachweise umfassen Penetrationstestberichte, DSGVO-Verarbeitungsverzeichnisse, AVV-Muster und technische Sicherheitsdokumentationen. Für formelle Vergabeverfahren stellen wir auf Anfrage ein vollständiges Eignungsnachweispaket bereit.

Buchen Sie ein Souveränitäts- und Vergabe-Readiness-Gespräch

In 30 Minuten gehen wir Ihre Vergabe- und Souveränitätskriterien durch — Datenresidenz, Drittstaaten-Exposition, Exit-Pfad nach EU Data Act und die Nachweise, die Ihre Eignungsprüfung verlangt. Sie verlassen das Gespräch mit einer klaren Mechanismus-Landkarte, nicht mit Folien.

AIonicOS ist compliance-unterstützend und an anerkannten Rahmenwerken ausgerichtet (u. a. BSI C5, BSI-C3A-Kriterien, EU Cloud Sovereignty Framework, EU Data Act, EU AI Act) — dies ist keine Zertifizierung und keine Rechtsberatung. Die BSI-C3A-Kriterien sind ein freiwilliger Bewertungsrahmen, kein Zertifikat; AIonicOS wird nicht als „C3A-zertifiziert“ ausgewiesen. Die regulatorische Einstufung Ihrer konkreten Anwendung verbleibt bei Ihnen als verantwortlicher Stelle; startvisor.AI handelt als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO und ist keine Rechtsanwaltskanzlei. Kostenangaben sind Schätzungen.